
21.05.13 13:49
Der "Your Time is now"-Foto Contest von Maurice Lacroix, Premium-Partner des Radio...
14.05.13 19:08
Die Internationale Gartenschau in Hamburg läuft aktuell und bei der Eröffnung im April laudatitiert...
...nix sorry aber: Zuerst einmal: Es ist grauenhaft, wenn Frauen wie auch Männer Gewalt erfahren, ob körperliche oder psychische, mit meist bleibenden Schäden - ob psychisch oder körperlich. Das auch zahlreiche Promis Bücher schreiben, ist mittlerweile "gang und gebe" - ob zu Therapiezwecken oder eben, die Öffentlichkeit aufzurütteln! Aber, tut man dies nicht eher für sich, denn für die Allgemeinheit?
Beratungsstellen beispielsweise im Bereich Sexueller Gewalt sind selbstverständlich wichtig und richtig. Aber, wenn jemand - wie im jüngst angelaufenen Film "3096" - nicht nur seine Geschichte in einem Buch, sondern gleich in einem Streifen verarbeitet, ist doch Voyeurismus vorprogrammiert.
Da hilft es auch nichts, dass die Menschen nach dem Kino-Besuch über das Schicksal der Natasha Kampusch - wie die Presse schreibt "tränenüberströmt" aus dem Film liefen. Zu herzlos gedacht, meinen Sie? Ich hätte ja noch gut damit leben können, dass das Buch Therapie ist.
Aber, dass der Film sich mit der Geschichte eines entführten Mädchens und seines Schicksals jahrelang wie ein Spielzeug eingesperrt in einem Verlies gewesen zu sein, beschäftigt, ist ja keine Erfindung a la Hollywood, sondern eine wahre Geschichte, die kein Regisseur "besser" hätte schreiben können. Eine Frau, die ihrer Jugend beraubt wurde und die nun auf der Premierenfeier wie ein Star behandelt wird.
Furchtbar, was Natasha Kampusch passiert ist, furchtbar auch, was sie verloren hat, was ihr wahrlich geraubt wurde. Aber diese öffentliche Zur-Schau-Stellung ist in meinen Augen eher ein Erhaschen nach medialer Aufmerksamkeit, denn eine "gute Tat", um auf die Straftat der sexuellen Gewalt aufmerksam zu machen. Denn, dies erwähnt sie in der medialen Welt viel zu wenig, geschieht wohl nur "hinter den Kulissen".
Sorry, aber für mich hätte es Frau Kampusch so halten sollen, wie die Redakteurin Himmelreich beim "Aufreger Brüderle". Sich nicht in Talkshows zu setzen und damit zu beweisen, dass sie erneut ein unfreier Mensch ist: nämlich ein Opfer der Medien, vor denen sie nur zu oft erwähnt hat, dass sie sich von ihnen in die Kategorie Opfer hineingedrängt fühle. 26. Februar 2013 YVONNE DEICHMANN-HEIN
sorry, aber...
...Slogan terrible...Sind Autofahrer nicht schon genug in der Fächerstadt geplagt? Nicht nur, dass die Spritpreise so dehnbar wie Gummibären sind, nein, auch die Baustellen, die sich neben der "Mutter aller Baustellen - der U-Strab - auftun, sind nahezu "unwürdig" für eine Stadt, die doch im Sommer Touristen locken, nicht vergraulen sollte. Und manches Nadelöhr ist so dummdreist angelegt, dass man sich fragen muss, warum es Mindestabstände und Richtlinien gibt.
Für das besagte Vergraulen allerdings sorgt schon der in aller Munde so berüchtigte "Claim" unserer Stadt - die verzweifelte Suche nach Identität, nach einem Stempel für unser "Badisches Kleinod", über das medial bereits hinreichend geschrieben wurde. Gibt es neues hinzuzufügen? Mitnichten! Und die Ausrede, dass Karlsruher eben Motzer sind, sich mit nichts zufrieden gebe und sich immer "gegen" alles wenden, kann hier nicht aufrecht erhalten werden.
Ein streitbares Völkchen sind sie eher nicht, aber genug ist für den Karlsruher auch irgendwann genug. Wobei man ehrlich sagen muss, dass unsere "Partymetropolen-Bundeshauptstadt" mit dem Slogan "the place to be" auch nicht gerade internationale Aufschreie hervorruf. Es bleibt auf jeden Fall spannend, inwieweit sich der Karlsruher bei der Identitätssuche nicht ins "Boxhorn" jagen lässt - sich zu Wort meldet.
Und warum setzen sich in unserer Stadt des Rechts nicht mehr Juristen bei der Suche nach einer geeigneten Zukunftsprägung für die Stadt ein? Oder wird etwa gewartet, bis das Projekt des Jahrhunderts, die U-Strab, endlich vollendet ist und dann wird es, ganz im Sinne des Verkehrsverbunds "Karlsruhe, mit uns ab in den Tunnel" heißen? 2. August 2012 YVONNE DEICHMANN-HEIN
sorry, aber...
...Von Moral und Anstand II: Seit 11 Uhr MEZ ist es Gewissheit. Die Bundesrepublik Deutschland wurde von ihrem Staatsoberhaupt verlassen. Er hat Schluss mit ihr gemacht: Schluss mit der Öffentlichkeit, Schluss mit den Medien, Schluss mit den Parteien und auch Schluss mit Kanzlerin Merkel. Und das eigentlich wie in manchen Beziehungen, die scheitern durch winden, durch zetern und durch die traurige Gewissheit, es ist vorbei.
Ist es das wirklich? Sind die Diskussionen wirklich vorbei? Mitnichten! Denn nachdem er die vergangenen Wochen an seinem Präsidentenstuhl wahrlich geklebt hatte, reichten ihm am Morgen etwa vier Minuten, um den Rücktritt zu begründen. Ein Schritt, den er deutlich und mit einer gewissen (Rest-)Würde letztlich doch tat - leider viel zu spät. Rechtlich ist natürlich noch nichts geklärt, kam noch nicht heraus, ob er in seiner Funktion als ehemaliger Ministerpräsident versagte beziehungsweise unrechtlich agierte.
In seiner Rede am heutigen Freitag kam Wulff jedoch nicht umhin zu äußern: "Was die anstehende rechtliche Klärung angeht, bin ich davon überzeugt, dass sie zu einer vollständigen Entlastung führen wird. Ich habe mich in meinen Ämtern stets rechtlich korrekt verhalten. Ich habe Fehler gemacht, aber ich war immer aufrichtig."
Bleibt nun in den nächsten 30 Tagen abzuwarten, wer uns künftig als "Erster Mann im Staate" vertreten wird. Oder wird es gar eine weibliche Wulff-Nachfolgerin. Eines ist auf jeden Fall sicher: Es sollte ein Kandidat sein, der das Charisma und die Würde besitzt, sich schwierigen Situationen zu stellen und sich sicher ist, dass er künftig fähig sein wird, dieses Amt in all seiner Verantwortung auszufüllen. Und dies zum Wohle des gesamten Volkes auch wenn dieses (leider) kein Mitspracherecht besitzt.
Die ganze Rede des ehemaligen Bundespräsidenten Wulff kann unter www.bundespraesident.de nachgelesen werden. 17. Februar 2012 YVONNE DEICHMANN-HEIN
...Von Moral und Anstand: Tausende von Touristen bevölkern täglich die Bundeshauptstadt Berlin zum "Sightseeing", sehen den Bundestag, den Reichstag, die Spree und eben auch den Sitz des Bundespräsidenten, Schloss Bellevue. Ein Klick hier, ein Klick dort mit den Fotoapparaten und schon hat man alles im Kasten, was man bei einem mehrtägigen Berlin-Trip benötigt - Fotomaterial für Zuhause. Was der Tourist am heutigen Samstag noch alles sehen musste, das schlägt dem Fass den Boden aus und reiht sich in die vielen Unmutsäußerungen, die man seit Wochen gegen unseren ersten Mann im Staate los lässt. Heute hat wieder einmal eine kleine Minderheit - sprich etwa 50 Bürger - gezeigt, was sie von den immer stärker medial auftretenden Ungereimtheiten des Geschäftslebens des Christian Wulffs halten.
Sie setzten dem ersten Mann im Land symbolisch einen überdimensionalen Stuhl vor die Tür des Schlosses Bellevue; sozusagen als Protest, dass Wulff trotz massiver Kritik bezüglich Kredite, Urlaube und unbezahlten Rechnungen an seinem Amt festhält. Wie man solche Reaktionen des Volkes, dessen Vertreter der Bundespräsident nun mal ist, ignorieren kann und zudem gar nicht kommentiert, entzieht sich meines Verständnisses. Schuldfrage hin oder her, dies müssen übergeordnete Instanzen klären. Dennoch hat es nichts mit Moral und Anstand zu tun, wenn man sich in Krisensituationen nicht deutlich äußert, sondern alles über seine Anwälte klären lässt und sich bei seinen zu erfüllenden repräsentativen Aufgaben ignorant verhält - einfach im Protokoll weiter macht. Das haben die Bürger im demokratischen Deutschland wahrlich nicht verdient. 11. Februar 2012 YVONNE DEICHMANN-HEIN
...Kälteschock, die 1.! Natürlich ist es nichts neues: Wenn man sich nichts zu erzählen hat, dann redet man über das Wetter. Viele kennen es, viele praktizieren es. Was allerdings die Temperaturen in einer der wärmsten deutschen Gebiete in diesem Jahr mit einem veranstaltet haben, das ist vermutlich in keinem anderen Jahr zu toppen. Zwei Mal an den Baggersee gehuscht; das ist für viele die Bilanz des diesjährigen Sommers, an den nun allerdings die für mich schönste Jahreszeit anschließt: der Herbst. Es wird zwar unerwartet kalt, aber die Natur zeigt sich - zugegebenerweise wenn es sonnig ist - in ihren schönsten Farben und taucht sich in ein sattes Grün, in ein dunkles, gemütliches Braun, in ein Orange und Rot. Die Kastanien fallen von den Bäumen, die Äpfel zeigen ihre "roten Bäckchen" auf den Streuobstwiesen in der Region und das Laub fällt von ihnen herab. Auch Zeit für die Weinfeste in der Pfälzer Region ist es, wenn es den "Süßen" gibt, dann hat für viele der Herbst endlich Einzug gehalten. Wie besagt es ein kluger Spruch: "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung"? Das mag wohl sein, doch lässt sich die klamme Kälte besser ertragen, wenn sie von einer wohligen Wärme der Herbstsonne abgelöst wird. Nun kann sie also kommen, die Zeit der Maronen, der Wildgerichte, der Kürbissuppen und des abendlichen Tees, den man sich auf der Couch genehmigt. Ich freue mich auf einen - wie Experten behaupten - wunderschönen Herbst. Tun Sie's denn auch? 3. Oktober 2011 YVONNE DEICHMANN-HEIN
...der nächste Reisepass kommt bestimmt. Den drohenden Zeigefinger schickt ein mancher "Nörgler" gerne in Richtung derjenigen, die sich um Bauprojekte, um städtische Aktionen oder Werbemaßnahmen rund um die Fächerstadt nicht immer sehr verdient gemacht haben. Ein anderes Problem mit dem mahnenden Zeigefinger ist es, wenn dieser nicht nur mahnend erhoben wird, sondern die Verwaltung bzw. der Staat sich seines ermächtigt. Dies geschieht tagtäglich bei der Passerneuerung auf den Bürgerbüros der Region, beim Ummelden der Papiere.
Zugegeben, das Service der Karlsruher Bürgerbüros, sich mit einem schnellen Online-Klick auf der städtischen Stadtseite einen Termin zu sichern, stößt meinerseits auf volle Zustimmung. Arbeitserleichterung durch die Verhinderung langer Telefonate, kürzere beziehungsweise kaum Wartezeiten auf den Bürgerbüros und termingerechte Abwicklung bei der Erneuerung der persönlichen Ausweispapiere. Ein Service, der ohne Zweifel bürgernah ist. Ebenso "bürger-nah" erscheint einem allerdings auch die Aufnahme der persönlichen (Haut-)Daten. Ein Scan hier, ein Scan da und schon verschwindet der eigene Fingerabdruck im PC, ebenso termingerecht und in den „unergründlichen Weiten“ der Datenbanken hinterlegt. Dieses Gesetz, man könnte auch boshaft die Erschaffung des „gläsernen Bürgers“ sagen, legten nicht die Verwaltungen sondern die Europäische Union bereits im Jahr 2007 fest. Biometrische Daten inklusive. Derjenige, der gerne verreist, muss nun diese Prozedur ohne Einspruchmöglichkeit in Kauf nehmen. Denn, der nächste Reisepass kommt nach einer Ablauffrist von zehn Jahren bestimmt. Auch Bürgen werden in nächster Zeit bei einer notwendigen Passerneuerung die Abdrücke der zwei "drohende" Zeigefinger in die virtuelle Welt "entwendet". Das sind dann ihre eigenen, die sie scannen und ganz ohne Farb- und Stempelkissen wie einst registrieren lassen müssen. Übrigens, auch die Polizei ist mittlerweile auf die elektronischen Geräte zur Fingerabdrucksicherung umgestiegen. Nur, falls Sie es noch nicht wussten! 6. März 2011. YVONNE DEICHMANN-HEIN
…Baustellenstadt Karlsruhe? Ja, mag sein. Autofahrer, die derzeit versuchen in der rush hour von außen in die Stadt zu kommen oder umgekehrt, sind zu bedauern. Wegen den – ach Du liebe Zeit – vielen vielen Baustellen, die Karlsruhe umkreisen und den kompletten Verkehr lahmlegen. Katastrophe! Fehlplanung! Meckert der leidgeprüfte Autofahrer, der die temporären Behinderungen als persönlichen Affront und Einschränkung der persönlichen Freiheitsrechte empfindet. Zumindest muss man das denken, wenn man manche so lamentieren hört.
Sorry, aber mein Mitleid hält sich in Grenzen: Mindestens die Hälfte von Euch ist einfach nur bequem, um auf das Fahrrad oder die Bahn umzusteigen, denn ihr habt Karlsruher Autonummern. Genau: Der Strom kommt aus der Steckdose und der Stau – das sind immer die anderen. 1. Oktober 2010 MARCUS DISCHINGER
...das ist wohl eine Glaubenssache! Unter den "Fachleuten" tobt eine Schlacht um die Deutungshoheit bei den Prognosen zur künftigen Belastung einer weiteren Rheinbrücke. Je nachdem, welche Meinung man hat, werden die Zahlen mal so, mal so ausgelegt - wie man es eben braucht. Fakten werden so zu einer Glaubenssache. Natur- und Umweltschützer sind der Meinung, eine zweite Autobrücke über den Rhein braucht es nicht, weil die Autobelastung geringer wird. Die Befürworter sagen, der Autoverkehr nehme zu. Und beide berufen sich auf dasselbe Gutachten. Es kommt eben darauf an, welche Stelle man liest und wie man sie auslegt... Es ist dringend geboten, die Debatte zu versachlichen. Am Ende aber wird der Prozess schief gehen, weil beide Seiten nicht gewillt sein werden, Fakten anzuerkennen. Stuttgart 21 lässt grüßen. Jeder wird auf seiner Interpretation beharren und sagen, nur er kenne die Wahrheit. Wieder eine vertane Chance, Menschen bei einem Projekt mitzunehmen - egal, ob man diese Brücke nun baut oder nicht. 19. Februar 2011 MARCUS DISCHINGER